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ABS/NBS Hannover-Bielefeld

Am 23. Dezember 2016 hat der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats das dritte Gesetz zur Änderung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes beschlossen. Dieses Gesetz regelt die Einteilung der Projekte des Bundesverkehrswegeplans 2030 auf die unterschiedlichen Dringlichkeitsstufen.

Dieses Gesetz führt in Abschnitt 2 unter Neue Vorhaben mit vordringlichem Bedarf (VB) unter der laufenden Nummer 13 den Ausbau/Neubau der Strecke Hannover-Bielefeld. Zu diesem Punkt gibt es eine Fußnote “ Ohne Querung Seelze-Süd und ohne Tunnel Jakobsberg unter der Maßgabe, dass die für einen Deutschland-Takt erforderliche Fahrzeitverkürzung von voraussichtlich acht Minuten erreicht wird“.

Damit ist gesetzlich geregelt, dass die Strecke zwischen Hannover und Bielefeld ausgebaut wird. Das Gesetz schreibt aber keine konkrete Trassenführung vor, d.h. es ist offen, wie sich letztlich die Lösung aus einer Kombination von Ausbaustrecken und Neubaustrecken zusammensetzt.

Zwei wesentliche Ziele sind mit dieser Maßnahme verbunden:

Im Personenfernverkehr soll eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld um 8 Minuten erreicht werden. Diese Fahrzeitverkürzung ergibt sich aus Berechnungen und Simulationen zum sogenannten Deutschland-Takt. Die 8 Minuten werden demnach für die Realisierung des Deutschland-Takts auf der Strecke Dortmund-Hannover benötigt.

Im Schienengüterverkehr sollen zukünftige Engpässe zwischen Minden und Hannover beseitigt werden. Diese Engpässe resultieren aus einen deutlich erhöhten Güteraufkommen auf der Verbindung Antwerpen/Rotterdam/Amsterdam(ARA)-Polen, das über diese Stecke abgewickelt werden soll.

Aktuell wurde die Bahn noch nicht mit der konkreten Planung der Strecken beauftragt. Das Projekt soll durch ein Dialogforum begleitet werden. Ein Dialogforum bietet Kommunen und Verbänden die Möglichkeit eine Empfehlung für das Bundesverkehrsministerium zu formulieren, welche der Ausbau- oder Neubauvarianten in der Region den meisten Rückhalt findet.