Zukunft-Leben-Dedensen

Trassenvarianten

Der Ausbau bzw. Neubau der Bahnstrecken Hannover-Bielefeld wird abhängig von der finalen Streckenführung eine Vielzahl von Orten im Bereich Seelze-Wunstorf-Barsinghausen betreffen. Die im folgenden dargestellten Varianten I-IV basieren auf bereits bekannten älteren Planungsvorschlägen. Variante V stellt eine denkbare Alternative zu Variante IV dar, die sich rein bahntechnisch (fahrbare Geschwindigkeit, Länge etc.) nicht wesentlich unterscheiden. Variante V wäre voraussichtlich geeignet, die im Gesetz geforderte Vermeidung der Querung von Seelz-Süd zu erreichen. Die Varianten Va und Vb zeigen, dass in dem bekannten Gerüst alter Planungen zusätzliche Varianten entstehen können, um bespielsweise den Abstand zu den betroffenen Ortschaften zu erhöhen.

Mögliche Trassenführungen beim Neu- bzw. Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld

Die möglichen Trassenführungen betreffen aber nicht nur die Bevölkerung. In vielen Fällen sind auch Naturschutzgebiete betroffen sein. Dazu kommt, dass bei allen Neubauvarianten immer wertvolles Ackerland verloren geht. Insbesondere bei den Varianten III-V würden bis zu 25 km Neubaustrecke entstehen.

Neben dem Deutschlandtakt ist die Engpassbeseitigung im Schienengüterverkehr ein Treiber für den Streckenaus- bzw. -neubau. Folglich werden neben ICEs auch Güterzüge die neue Strecken befahren. Damit muss und wird ein Kernthema aller Vereine, Bürgerinitiativen und politischen Institutitonen in einem zukünftigen Dialogforum die Forderung nach bestmöglichem Lärmschutz sein.

Lärmschutz bedeutet in diesem Zusammenhang, aktiv die Schallentstehung zu minimieren und nicht passiven Schallschutz in den Fokus zu stellen. Als ein Beispiel sollen hier die konventionellen Bremssohlen aus Grauguss angeführt werden. Wird ein Güterzug mit dieser Art von Bremsen  gebremst, ist der verursachte Lärm wenigstens 10 db(A) höher als bei der Verwendung von Bremsklötzen aus Kunststoff oder Scheibenbremsen. Die mögliche Verringerung des Lärms durch Einsatz neuer Bremstechnik um 10 db(A) fühlt sich dann im menschlichen Empfinden nur noch halb so laut an. Hinzu kommt, dass Bremssohlen aus Grauguss die Radlaufflächen aufrauen, die ihrerseits die Schienen aufrauen. Dies führt zu hochfrequenten Schwingungen im Rad-Schiene System, so dass auch bei normaler Fahrt entsprechend mehr Schall abgstrahlt wird.