Zukunft-Leben-Dedensen

Fragebogen Lärmsktionsplanung Teil B bis 7.3.2018 Auswertung Lärmaktionsplan Teil A

Der Teil A des Lärmaktionsplanes wurde am 11. Januar 2018 veröffentlicht. Er beschreibt die Lärmsituation an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Dazu wurden die Lärmkarten und die 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung ausgewertet. Der Lärmaktionsplan Teil A fasst die Ergebnisse aus der strategischen Lärmkartierung der Runde 3 und der 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zusammen und stellt bereits vorhandene sowie geplante Maßnahmen des Bundes zur Lärmminderung im Schienenverkehr dar. Die Ergebnisse sind unter folgendem Link verfügbar:

https://www.eba.bund.de/…/laermaktionsplanung_node.html

Leider sind in dem Lärmaktionsplan keine konkreten neuen Maßnahmen für den Streckenabschnitt Seelze – Wunstorf enthalten. Die Auswertung der Fragebögen (s.u.) stellt aber eine solide Basis für ein zukünftiges Dialogforum zum geplanten Neu-/Ausbau der Trasse Hannover-Bielefeld dar.

Aktuell findet die 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung vom 24. Januar 2018 bis zum 07. März 2018 statt. Bürgerinnen und Bürger, Lärmschutzvereinigungen, Kommunen und weitere Einrichtungen, die von Schienenlärm betroffen sind, haben in dieser 2. Phase die Möglichkeit, eine Rückmeldung zum Lärmaktionsplan Teil A und zum Prozessablauf der Lärmaktionsplanung zu geben. Die Ergebnisse werden anschließend in den Lärmaktionsplan Teil B eingehen und veröffentlicht. Eine Teilnahme an diesem Fragebogen ist unter folgender Adresse möglich:

www.laermaktionsplanung-schiene.de

 

Auswertung der Fragebögen des Lärmaktionsplan Teil A

Die Auswertung der Fragebögen ist im Lärmaktionsplan für den Bereich Seelze erfolgt. Insgesamt wurden 783 Fragebögen für diesen Bereich registriert. Davon alleine fast 500 aus Dedensen und Gümmer.

Der Fragebogen enthielt 12 Fragen. Die Auswertung für den Bereich Seelze ist wie folgt:

Mehr als 75% der Teilnehmer fühlen sich durch Bahnlärm stark betroffen. Insgesamt fühlen sich 98,5% der Teilnehmer mittel bis stark durch Bahnlärm betroffen.

Fast alle Teinehmer fühlen sich vornehmlich durch Güterverkehr betroffen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer empfindet auch eine Belastung durch den Personenverkehr.

Die hauptsächliche Lärmbelastung wird durch Brems- und Fahrgeräusche verursacht.

Jeweils 84% der Befragten haben angegeben, dass sie sowohl Abends als auch Nachts durch Schienenlärm gestört werden.

Der Großteil der Teilnehmer fühlt sich insbesondere in ihrem direkten Wohnumfeld im Freien bzw. in der Wohnung bei geöffneten Fenstern vom Schienenlärm gestört.

Entsprechend wirkt sich die Störung wesentlich beim Entspannen bzw. Ein- und Durchschlafen aus.

Den meisten Teilnehmern sind die klassischen Lärmschutzmaßnahmen wie beispielsweise Lärmschutzwände und Lärmschutzfenster bekannt.

Jeweils 45% der Teilnehmer halten zusätzliche Lärmschutzmahnemen am Zug selber bzw. weiteren Lärmschutz an der Strecke am geeignetsten, um vor Ort den Lärm weiter zu mindern.

Zusätzlich wird die Lärmbelastung durch Straßen- und Flugverkehr erhöht.

Trotzdem wird Schienenlärm als wesentlichste Quelle der Störung von fast allen Teilnehmern eingestuft.

Die Frage nach der Informationsqualität seitens des Bundes über das Lärmsanierungsprogramm wird von fast allen Teilnehmern negativ beantwortet.

Einige der Fragen für die Lärmaktionsplanung Teil B setzen sich mit dieser Thematik auseinander. Durch eine Teilnahme an diesem Fragebogen kann hierzu u.a. Rückmeldung gegeben werden.

Die letzte Frage geht auf die Wirksamkeit bereits eingeleiteter technischer Maßnahmen zur Verringerung des Schienenlärms von Güterzügen ein. Gut 25% der Teilnehmer haben bereits eine Verbesserung beobachtet.

Wenn man auf den Bahnhöfen vorbeifahrende Güterzüge beobachtet, kann man tatsächlich deutliche Unterschiede feststellen. Die Maßnahmen beispeielsweise im Bereich der Wagenbremsen bringen deutlich Verbesserungen pro Wagon, um einen „leisen“ Güterzug zu erhalten, müssten aber >90% der Wagen eines Zuges umgerüstet sein. Dieser Zustand wird aber bei vielen Zügen noch nicht erreicht, so dass für diese Züge keine signifikante Verbesserung bemerkt wird.